Schubstange

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Schubstange

Im Eisenbahnmuseum in Strasshof an der Nordbahn kam es vor kurzem zu einem kleinen Missgeschick. Das Drehgestell wurde sachgemäß mit der Schubstange an der Lok befestigt, doch als man das ganze Gestell in Bewegung setzen wollte, knickte die Schubstange in zwei Teile (abb. 1) auseinander.
Die Leitung des Eisenbahnmuseums Strasshof wandte sich an die Jobwerkstatt Gänserndorf um die Instandsetzung der Schubstange zu übernehmen.

Zu Beginn wurden die Verbindungsbleche, welche als Anschluss zwischen Verschublokomotiven und Drehgestellen verwendet werden,  mit einem kleinen Winkelschleifer herausgelöst. Alle Stellen, die mit diesem nicht erreichbar waren, mussten händisch mit einer Bogensäge ausgeschnitten werden (Abb. 2). Als dieser Schritt erfolgreich absolviert war, mussten die Anschlussteile ausgerichtet und die alten Schweißnähte abgeschliffen werden.
Die neue Schubstange bekam ein komplett neues Formrohr, dieses benötigte erst einmal die nötigen Schlitze für die Anschlussbleche (Abb.3).
Als alle Teile zusammenpassten und ein gutes Bild ergaben, wurden sie verschweißt. Nach den Schweißarbeiten wurden die Schweißspritzer entfernt um ein schöneres optisches Bild zu erzielen. Die gesamte Schubstange bekam noch einen Korrosionsschutz aufgetragen und wurde anschließend schwarz gestrichen.

Schweißverfahren verwendeten wir das Schutzgasschweißvefahren MAG (Metall Aktiv Gas).

Mit dem Corgon 18 Gas von Linde, dieses ist ein Mischgas aus Agon (Ar) und Kohlendioxid (CO2).
Als Material für die Schubstange wurde ein Baustahl S235 JR verwendet.

2018-02-09T14:45:12+00:00